|
Jubiläumsausflug ins
Brandnertal nach Brand
Freitag, 19.März bis
Sonntag, 21. März 2004
Freitagnachmittag 15.00 Uhr beim
Schulhaus Bowil Dorf: 45 Personen haben ihre Ski- Snowboardausrüstung
sowie sonstiges Gepäck im Bauch des Cars verstaut. Erwartungsvoll
sitzt der grösste Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihren
Plätzen. Einige stehen noch auf dem Pausenplatz, warum geht es nicht
los? Einer fehlt! Häni Fritz, er steht noch bis 15.05 Uhr im
Klassenzimmer vor seinen Schülern.
Tatsächlich, einige Minuten später
sind wir komplett und der Car fährt los. Fritz Häni kassiert einige
Sprüche von wegen zu spät kommen, das wird einiges koste!. Der
Präsident Hans Jutzi begrüsst uns offiziell zum 60-Jahre Ausflug und
bald schon werden Witze durchs Mikrofon geboten. Die Reise führt uns
via Entlebuch – Luzern – Hirze - Walensee - Feldkirch ins
österreichische Brand. Walter Lüthi chauffiert uns in 4 ½Stunden
sicher ans Ziel dem Hotel Lagant.
Dort werden wir von Vreni und
Christian Danuser sowie Peter Baumgartner erwartet. Sie sind mit
Privatautos direkt hierher gefahren. Sofort wird ausgeladen, die
Zimmer bezogen und in den Speisesaal gewandert. Der Begrüssungstrunk
auf nüchtern Magen tut das seinige und schon drängt man/frau sich ans
Salatbüfett. Das Schinkenmousse wird serviert und mit Fondue chinoise
füllen wir das letzte Loch im Magen. Dazu ein feines Glas Wein. Das
Dessert rundet die Tafelfreuden ab. Da Häni Fritz heute auch noch
Geburtstag feiert lässt er eine Runde Kaffee und Schnäpse springen.
Erst gegen Mitternacht verlassen wir
den Saal. Wenige wollen direkt das Hotelbett testen und am Kissen
horchen (was das Wetter will) die anderen begeben sich dem nahen
Heuboden zu! Nicht zum Schlafen, in der Musik-Bar im Scheunenstil ist
viel Betrieb und toll was los. Das Hotelzimmer beherbergt
schlussendlich doch noch alle für mehr oder weniger Stunden!
Bereits früh am Samstagmorgen sitzen
die ersten am reichhaltigen Zmorgenbüffet. Das eher trübe Wetter hält
nur die mit Verletzungen angereisten Skiclübler Markus und Res davon
ab dem nahen Sessellift zuzschreiten. Saurer Fritz organisiert die
Skibillette für die Gruppe und schon sitzt man auf dem Sessellift nach
oben. Der Schnee im Dorf ist rar und die Talabfahrt am Abend fällt
augenscheinlich und buchstäblich ins Wasser.
Oben angekommen laden uns schöne
Skipisten und mehrere Sessellifte (mit Sechserbank, was bei Personen,
die trotzdem keine Begleitung bekommen, beinahe zu einem bleibenden
Knacks führt) und Beizli zum Tageswerk ein. Der Schnee ist recht
sulzig, aber schön zum fahren. Bald zeichnen wir fortlaufend grosse
oder kleinere Bogen auf die schönen Pisten und erkunden das Gebiet.
Der höchste Punkt des Skigebiets, Lorenzital, liegt auf 2040 m.ü.M..
Kein „Dürstli und Hüngerli“ kommt ab den österreichischen
Köstlichkeiten zu kurz. Wienerschnitzel lappen über den Tellerrand und
Germknödel lassen Schleckmäuler schwärmen, manch eine/r hat danach ein
Schnäpschen nötig. Wirklich!
Einige Regentropfen lassen den
Skitag am späteren Nachmittag beenden. Akrobatisch springt man/frau
auf die Zweiersessel um unten dem Sessel, nicht weniger sportlich, mit
einem Sprint über den Teppich wieder zu entkommen. Nicht zu empfehlen
sei dabei in der Spur zu bleiben, der Sessel verfolgt recht
ausdauernd.
Nun folgt Wellness: Sprudelbad,
Schwimmen, Sauna, (auch Anfänger bekommen fast nicht genug, Markus
verbrachte gleich den ganzen Tag hier, leider alle, mit nur einem
Apfel und einem Bier in Gesellschaft, welches am Mittag auch noch
verschwand) Shopping, Nickerchen und Apero.( Achtung die Kamerafrau
ist fast überall dabei! Einiges muss noch retouchiert oder mit Balken
abgedeckt werden.)
Um 18.30 Uhr finden sich alle wieder
im Speisesaal ein. Das Tex Mex Buffet lässt uns Verschiedenes
probieren. Alle finden etwas passendes für ihren Gaumen. Das
Abendprogramm des Hotels verspricht Unterhaltung mit Herbert vom
Wörthersee. Bald sitzen wir in der schönen Hotelbar. Der Barkeeper
will nicht so recht mit Flüssigem herausrücken wir Emmentaler/innen
wünschen hier noch einen Zacken mehr Aufmerksamkeit.
Herbert macht sofort auf Stimmung!
Nah ja, nach etwas Zögerlichkeit überraschen wir ihn mit Singen :“
Auperose, ig bi ä Ämmitauer…“, Flöteln ( Weihnachtslieder und so..)
und Tanzen : in Paaren, im Kreis und im Geschwader! Die Chefin
persönlich, Nicole, weiht uns in neue Tanzbewegungen ein: zu
„tausendmal belogen, tausendmal verletzt…“ Die (A)Post geht ab, jaaah
jaaah jaaaaah ! Wo sind nur die Zürcher geblieben? Item… Den
Ohrenschmaus bietet uns dann Andi mit Gitarre und sein Kollege. Spät
wird es. Für einige gar früh, denn auch der Heuboden ist vor uns
Skiclüblern noch nicht sicher.
Ein strahlend klarer Sonntagmorgen
lässt fast alle bei Zeiten aus den Federn springen. Wir haben das
verdient, das Wetter, vielleicht zum Jubiläum. Beim Zmorgen, zwischen
Eiern, Schinken und Müesli, wird um den ersten Platz am Sessellift „gefeitet“.
Wer`s geschafft hat?
Drei Frauen schaukeln bereits 8.47
Uhr nach oben, Zimmer geräumt, bezahlt und ein Lächeln im Gesicht. Die
butterzarten Pisten, das wunderbare Panorama, fast einsam im Gelände,
einfach schön. Nach und nach kurven und surfen wir Emmentaler in
Gruppen über die verschiedenen Pisten. Ursula Steiner hat einige Mühe
uns vor die Linse zu kriegen! Sie überrascht uns am Sessellift und
wir sie auf der falschen Piste.

Bergrestaurant Melkboden
Manch einer bekommt fast nicht
genug: von der Sonne, vom Skifahren, Wienerschnitzel, Germknödel und
Bier. Trotzdem, um 15.00 Uhr steht der Car beladen bereit. Noch rasch
beim Heuboden auf der Terrasse den ärgsten Durst löschen oder ein
Kaffee gegen die aufkommende Müdigkeit trinken und schon heisst es
Servus. Die Stimmung im Car ist toll kaum einer/m fällt ein Auge zu
eher werden Tränen weggewischt.
Heisst es doch:“ no enä vo Schwizer…“.oder
Ueli, der den Vogel abschiesst: „- Zwei Schneeketten begegnen
sich…..??? Eee …ach so: Zwei Schnecken begegnen sich, fragt die eine,
wiso hast du ein blaues Auge? Sagt die andere, jogge durch den Wald
und plötzlich schiesst ein Pilz aus dem Boden!“ – Manch eine/r krümmte
sich ab dem Lese-Lapsus vor Lachen gen Boden.
Beim Kaffeehalt wird an neuen
Schneeketten –Witzen gesponnen. Diese Version findet zum Mikrofon:
„Treffen sich zwei Schneeketten, sagt die eine: mir geht’s schlecht,
ich hab ein steifes Glied.“- Anmerkung: wer hat da manipuliert? Na
ja, der Pegel schlägt hoch aus.
So schaukeln wir via Sursee-
Huttwil- Sumiswald heimatlichen Gefilden zu. Nun sind Dankesworte
angesagt: Merci dem Präsidenten Hans Jutzi für die gute Organisation.
Danke Walter fürs angenehme Chauffieren. Danke Skiclub für die
finanzielle Unterstützung und das 60-Jahre bestehen. Danke allen die
mitgekommen sind. Wir sehen uns an kommenden Anlässen wieder. Schöne
Erinnerungen begleiten uns in den Alltag. Jaah, jaaah, jaaaaah! Um
19.38 Uhr nehmen wir beim Schulhaus Bowil Abschied, greifen das Gepäck
zur Hand und ab nach Hause. Das war`s! Unvergesslich.
PS. Ein Gerücht hält sich
hartnäckig: Das machen wir wieder! Ja? Ja! Jaah.
Tausendmal belogen….
|